Am 20. August 2024 demonstrierten mehr als 2500 Menschen friedlich und bunt gegen einen Auftritt des faschistischen AfD-Politikers Björn Höcke in Jena-Lobeda. Wegen des großen Protests musste Höcke dem Besuch bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung eine Absage erteilen.
Zuvor hatte der Faschist jedoch sogar noch versucht, mit dem Auto mitten durch den Protest zu fahren. Nachdem Polizei und Personenschützer ihm selbst unter dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray nicht zum Durchgang verhelfen konnten, machte Höckes Wagen kehrt.
Im Thüringer Landtagswahlkampf zeichnete sich im Sommer 2024 die Befürchtung ab, dass die rechtsextreme Partei AfD stärkste Kraft würde. Dagegen formierte sich bundeslandweit lautstarker, friedlicher Protest der demokratischen Zivilgesellschaft gegen die AfD-Veranstaltungen.
„Ihre menschenfeindliche Propaganda versuchten die Rechtsextremen im Wahlkampf als Sommerfeste zu tarnen. Wir in Jena haben den Auftritt des Faschisten Höcke erfolgreich verhindert. Gerne erinnere ich mich an die Vielfalt der Menschen, die zu Tausenden gemeinsam eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus gezeigt haben“, sagt Bella Schmitt vom Bündnis Rechtsruck Stoppen.
Nach der Landtagswahl sabotierte die AfD demokratische Prozesse in der konstituierenden Sitzung des Thüringer Landtags. Luca Maier vom Bündnis sagt dazu: „Unser Protest gegen Höcke war ein starkes Zeichen des demokratischen Widerstands. Wenn ich mir den Verlauf des letzten Jahres und das Verhalten der AfD in Thüringen aber anschaue, wird deutlich, dass es weiterhin des Einsatzes für eine solidarische Gesellschaft und gegen Militarisierung, Verschärfung sozialer Ungleichheit und einer rassistischen Asylpolitik braucht – in Thüringen, in Deutschland und überall auf der Welt. Antifaschismus ist notwendig!“

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