Am 6. September findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Den Umfragen zufolge könnte die rechtsextreme AfD die Wahl gewinnen und möglicherweise sogar den Ministerpräsidenten stellen. Deshalb wollen wir uns am 5. September solidarisch zeigen mit all den Menschen in Sachsen-Anhalt, die sich Sorgen machen und unter dem Wahlausgang bzw. den Folgen leiden werden.
Zu diesem Zweck werden wir um 10:23 Uhr ab Jena Paradies nach Magdeburg zur dortigen Großdemonstration fahren. Diese startet um 13:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz.
Wer möchte, kann anschließend am Demokratiefestival am Domplatz teilnehmen oder um 15:35 Uhr nach Halle aufbrechen. Dort startet um 17:00 Uhr die Demo „Antifa bleiben“ am Genscher-Platz. Die Rückreise nach Jena erfolgt individuell.
Knastbeben am 21. September 2025 um 13 Uhr Ort: vor dem Abschiebeknast in Arnstadt
Seit knapp 2 Monaten ist der thüringische Abschiebeknast bei Arnstadt nun in Betrieb. Zur Zeit noch für ca. 10 Gefangene soll der Knast perspektivisch für bis zu 37 Gefangene Kapazitäten haben. Seit mehreren Wochen also sind Menschen in dieser Haftanstalt ihrer Freiheit beraubt und gezwungen, in Isolation zu leben. Der Staat kriminalisiert Menschen und sperrt sie ein, allein weil sie Schutz in einem Land suchen, das sie nicht haben will. Wir sind wütend und verurteilen diese rassistische und repressive Politik der Landesregierung in Thüringen und in ganz Deutschland! Wir fordern die Schließung des Abschiebeknasts in Arnstadt sowie aller Abschiebeknäste in Deutschland! Wir fordern Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für Alle!
Lasst uns also am Sonntag, den 21. September um 13 Uhr vor den Abschiebeknast in Arnstadt zusammenkommen, um jenen inhaftierten Menschen unsere Solidarität auszudrücken. Zusammen möchten wir den Inhaftierten zeigen, dass wir sie nicht alleine lassen und uns für ihre Freilassung einsetzen. Bei dieser Aktion, wollen wir mit den Menschen in Kontakt kommen, die im Abschiebeknast sitzen und ihre Stimmen und Musikwünsche hören um sie laut und solidarisch auf die Straße zu bringen.
Wir stehen am 21.09. geschlossen solidarisch vor dem Abschiebeknast, denn Migration ist kein Verbrechen! Wir werden laut sein für Bewegungsfreiheit, für Bleiberecht und für ein selbstbestimmtes Leben für alle! Alerta!
💥For freedom of movement and the right to stay – Against the deportation prison in Arnstadt💥 Prison tremble on September 21, 2025, at 1 p.m. Location: in front of the deportation prison in Arnstadt
The Thuringian deportation prison near Arnstadt has now been in operation for almost two months. Currently housing around 10 prisoners, the prison is expected to have a capacity of up to 37 prisoners in the future. For several weeks now, people have been deprived of their freedom in this detention center and forced to live in isolation. The state criminalizes people and locks them up simply because they are seeking protection in a country that does not want them. We are angry and condemn these racist and repressive policies of the state government in Thuringia and throughout Germany! We demand the closure of the deportation prison in Arnstadt and all deportation prisons in Germany! We demand freedom of movement and the right to stay for all!
So let’s gather in front of the deportation prison in Arnstadt on Saturday, September 21, at 1 p.m. to express our solidarity with those imprisoned there. Together, we want to show the prisoners that we will not leave them alone and that we are committed to their release. During this action, we want to connect with the people in the deportation prison and hear their voices and music requests so we can bring them out onto the streets loud and clear in solidarity. On September 21, we will stand together in solidarity in front of the deportation prison, because migration is not a crime! We will be loud for freedom of movement, for the right to stay, and for a self-determined life for all! Alerta!
Folgender Text zum Aufruf stammt von den Veranstaltenden welcome united.
📣 ¡BREAK ISOLATION! 📣
📅 Samstag, 20.09.2025
⏰ 16:00 Uhr
📍Obermarkt, Mühlhausen
Lager sind keine sicheren Orte!
Die Gemeinschaftsunterkunft Obermehler ist die größte Gemeinschaftsunterkunft in Thüringen. Und zugleich die problematischste! Bis zu 850 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, unterschiedlichen Alters und Geschlechts leben hier gemeinsam auf engstem Raum, in sogenannten Plattenbauten. Darunter zahlreiche Familien mit kleinen bzw. Schulkindern.
Derzeit sind es ca. 600 Menschen, die – abgeschnitten von der Welt – 18 km von Mühlhausen entfernt in der Einöde leben. Abgeschnitten von der Welt bedeutet:
➡️ Es fahren nur 4 Busse täglich von der GU nach Mühlhausen bzw. zurück!
➡️ Es ist unmöglich, in Obermehler zu wohnen und einer fair bezahlten Arbeit nachzugehen!
➡️ Es gibt kein sauberes Trinkwasser!
➡️ Es gibt keine Anbindung an Ärzt:innen, soziales und/oder kulturelles Leben, kurz: keinen Kontakt zur deutschen Gesellschaft, stattdessen: Isolation statt Inklusion!
Dazu kommt die Diskriminierung durch die sogenannte Social Card anstelle von Bargeld bzw. Bankkonten.
Die Folgen sind: Hoffnungslosigkeit, psychische und physische Erkrankungen, Drogenkonsum, Gewalt, sexualisierte Gewalt, denn: Lager sind kein sicherer Ort!
Deshalb fordern wir – die Bewohner:innen und die We’ll Come United-Karawane: ¡BREAK ISOLATION! Fairer Zugang zu Bildung und Arbeit für alle! Schließung der GU Obermehler JETZT! Sowie die dezentrale Unterbringung der Bewohner:innen in ganz Thüringen!
Lasst uns am 20. September gemeinsam laut sein für Menschenwürde und das Recht auf Migration, Bewegungsfreiheit und Bleiberecht! 📣✊🏾✊🏻