Viele von uns waren in Erfurt und haben sich an den Blockaden gegen den Bundesparteitag der #fckAfD beteiligt – im Goldenen Finger. Auch wenn der Parteitag pünktlich starten konnte: Für uns war dieser Tag, zusammen mit den Wochen der Vorbereitung, ein großer Erfolg.
Schon am Freitag erlebten zwei von uns am Anger, wie viel Solidarität in der Stadt steckt – quer durch die Generationen, und besonders berührte uns der Zuspruch vieler älterer Menschen. Nur vereinzelt gab es absurde Anfeindungen. Am Abend füllten über 1.200 Menschen die Andreaskirche zum letzten Aktionstreffen, eingelassen in fünf Intervallen – eingeladen von der Kirchengemeinde selbst. Die Stimmung: großartig.
Um 4:15 Uhr ging es los. Gegen 5:15 Uhr besetzten wir vom Gothaer Platz aus die Straße. Die Polizei ging mit massiver Gewalt gegen uns vor – Schläge, Ziehen, Pfefferspray –, schaffte es aber nicht, die Blockade zu räumen. Erst später wurde klar: Die AfD war offenbar schon in der Nacht zur Messe eskortiert worden. Für uns hat sich bestätigt, woran Esther Bejarano erinnert hat – im Kampf gegen den Faschismus kann man sich auf den Staat nicht verlassen.
Genau deshalb unterstützen wir die Kampagne Thürpag stoppen (https://thuerpagstoppen.noblogs.org/): Wer so agiert, darf keine neuen Befugnisse bekommen.
Und trotz allem: Unsere Blockade war stark, viele von uns waren zum ersten Mal dabei. 17.000 Menschen haben blockiert, rund 50.000 waren in der Stadt. Das zeigt: Wir sind viele, die sich dem Faschismus widersetzen. Und das macht Hoffnung. 💛
Schlagwort: ThürpagStoppen
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Rückblick: Widersetzen gegen den AfD-Bundesparteitag am 4. Juli