Emils Ecke
© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karten-Server: FOSSGIS e.V.Ab dem 06.10. sind die Werke in Emils Ecke zu sehen.
Die Ausstellung zeigt Kunstwerke, die in Auseinandersetzung mit den Geschehnissen rund um die Verfahren im sogenannten „Budapest-Komplex“ entstanden sind. Im Februar 2023 versammeln sich in Budapest Menschenfeinde, um am sogenannten „Tag der Ehre” den Nationalsozialismus und Faschismus zu verherrlichen. Dem stellen sich Antifaschist*innen entgegen. Einigen von ihnen wird vorgeworfen, Körperverletzungen begangen zu haben. Mit voller Härte geht der Staat gegen die Beschuldigten im sogenannten „Budapest-Komplex” vor. Zu den Beschuldigten gehört auch die nicht-binäre Person Maja, die rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert wurde und dort seit über einem Jahr unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert ist.
Neben Wut, Trauer und politischen Forderungen formuliert Maja zur Beendigung des 40-tägigen Hungerstreiks auch die folgenden Sätze: „Der Dank an all jene, die sich an unsere Seite stellen, und jene, die dort schon lange mutig stehen, jene, die unbeirrt für Antifaschismus eintreten, jene die supporten, Nächte und Tage opfern, die spenden und Ankerpunkte sind. Diese Vielfältigkeit heißt Widerstand und Utopie zugleich.“ In diesem Sinne möchten wir gelebte Solidarität als beides sichtbar machen: als Widerstand gegen Repression und Faschismus und als praktisches Beispiel dafür, dass menschlichere Verhältnisse möglich sind.
Nach der Eröffnung beim Open Air „Bunt! Laut! Kämpferisch!” sowie einer zweiwöchigen Ausstellung im Turmcafé der Kassblance stellen wir die Werke nun vom 06.–26.10. in „Emils Ecke” aus. Die Räumlichkeiten befinden sich in der Emil-Wölk-Straße 5 in Jena-Lobeda. Die Ausstellung ist jeweils zu den regulären Veranstaltungen in Emils Ecke geöffnet. Beispielsweise findet jeden Freitag von 17–22 Uhr ein Barabend statt. Zusätzlich haben wir jeden Mittwoch von 14–18 Uhr und sonntags von 12–15 Uhr für euch geöffnet.
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